Schaut mal, wie herrlich!

Ein selten schönes Winterwochenende liegt hinter uns. So richtig mit Schnee, Eis und Sonnenschein. Eine tolle Joggingrunde am Samstagmorgen, ein feiner Ausflug am Nachmittag, dazu noch viel Zeit zum Schreiben und Lesen. Winter am Wasser ist einfach wunderschön. Hier habe ich ein paar Fotos für Euch. Und wenn Ihr dann noch mögt, kommt unten drunter noch ein kleiner Text über das, was wir im Moment so tun.

Wolgast verschneit in der Morgensonne.
Die Spitzenhörnbucht friert langsam zu.
Auf meiner Joggingrunde treffe ich Familien beim Schlittenfahren – ein seltener Anblick!
Im Fischereihafen Freest
Eis und Schnee am Freester Strand.
Im September haben wir genau hier mit meiner Freundin Susanne im Sand gesessen.

Gestern hat unser SSS-Kurs angefangen

Gestern, am Sonntagmorgen, hat unser Theoriekurs zum Sportseeschifferschein (SSS) angefangen. Leider geht es im Moment nur als Internet-Live-Kurs, da wir im Lockdown nach wie vor keinen Präsenzunterricht in der Segelschule machen dürfen. Aber immerhin, es funktioniert. Und ein ganz besonderer Kurs ist es außerdem.

Der SSS bewegt sich auf dem Niveau der Berufsschifffahrt. Für Ralf und mich ist das prima. Es gefällt uns, wenn der Stoff inhaltlich anspruchsvoll ist und auch wir als Lehrer gefordert werden. Die Kursteilnehmer sind keine Anfänger, jeder bringt seine ganz speziellen Erfahrungen mit, und man kann sich wunderbar gegenseitig austauschen.

Nur etwa 300 Leute im Jahr machen diesen Schein – das bedeutet, dass es in Deutschland mehr Sportbootschulen als potenzielle Kursteilnehmer gibt. Wir geben diesen Kurs im Durchschnitt etwa alle zwei Jahre. Jetzt werden wir die nächsten Sitzungen über Skype machen und hoffen, dass wir um Ostern herum einige Tage Präsenzunterricht halten können. Das wäre vor allem für die Navigationsübungen und die umfangreiche Kartenaufgabe super.

Noch mehr Internet-Unterricht im Februar

Im Februar stehen einige Internet-Kurse bei uns auf dem Programm: Sportbootführerschein See, Sportküstenschifferschein und Funkzeugnis. Wir freuen uns, dass sich immer mehr Menschen auf diese Art des Unterrichts einlassen. Trotzdem sind es weniger als normalerweise bei uns im Schulungsraum sitzen. Aber immerhin steht unsere Schule nicht still.

Planen geht nicht

Wir merken, dass viele Menschen in der Warteschleife stecken. Es kommen nicht mehr so viele Anmeldungen. Im häppchenweise verordneten Lockdown kann niemand richtig planen, also lassen die Leute die Dinge erst mal ruhen. Wenn sich weniger Menschen anmelden, bekommen wir auch weniger Anzahlungen, und dann stellt sich zwangsläufig die Frage, wie sparsam wir in den kommenden Wochen wirtschaften beziehungsweise ob wir weitere staatliche Hilfen beantragen müssen.

Wir können nur hoffen, dass das mit den Häppchen jetzt nicht monatelang so weitergeht. Das wäre ziemlich ungünstig, denn das macht eine vernünftige Personalplanung genau so unmöglich wie andere strategische Überlegungen, zum Beispiel, ob wir alle Boote startklar machen müssen oder lieber aus Kostengründen einige an Land lassen, weil wir sie vielleicht gar nicht einsetzen können.

Wir schlemmen in der Warteschleife

Ich bin aber weit davon entfernt, unter der Situation zu leiden. Ihr findet das vielleicht erstaunlich, und manchmal wundere ich mich selber darüber, aber das ruhige Leben gefällt mir durchaus. Ralf und ich genügen uns, wir sind gern zusammen und genießen die Tage. Wir langweilen uns keine Minute, im Gegenteil. Aus der Warteschleife kommen wir im Moment ja eh nicht raus. Also machen wir wir das Beste draus.

Gestern Abend haben haben wir uns einfach mal selber gefeiert – mit einem kleinen italienischen Festessen. Es gab Avocado mit Garnelen und Oliven, Rinderbraten in Rotwein mit Polenta, und zum Nachtisch hat Ralf das weltbeste Tiramisu gemacht.

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Stille Schönheit: So verzaubert der Winter den Hafen

Der Naturhafen Krummin im Winterlicht – eine fast mystische Stimmung.

Für wenige Tage war es hier bei uns an der Küste mal kälter als null Grad, und geschneit hat es auch. Ralf und ich haben einen Abstecher zum Naturhafen Krummin gemacht. Dort, wo im Sommer so viel Leben herrscht, wo unsere Segelboote liegen und wir viele schöne Stunden auf dem Wasser und auf der Hafenterrasse verbringen, herrscht im Winter eine ganz besondere Stimmung. Verlassen liegen Terrasse und Steg, auf dem Wasser bildet sich schnell eine dünne Eisschicht, und nur wenige Boote sind noch im Hafen. Ich finde es schön, wenn Ihr an dieser Stimmung teilhaben könnt. Deshalb haben wir ein paar Fotos für Euch gemacht.

Ich auf dem Steg – jetzt bloß nicht ausrutschen!
Hier liegen im Sommer unsere Segeljollen.
Blick auf die Wiek – da draußen segeln wir bald wieder.
Die Fahrwassertonnen tragen Schneemützen.
Ein einsames Segelboot.
Still verschneit ruht die Hafenterrasse.

Inzwischen sind Schnee und Eis leider wieder weggetaut. Draußen ist es grau und nass, und für die nächsten Tage sind wärmere Temperaturen und viel Wind angesagt. Wir hatten hier auch schon Winter, in denen lange alles zugefroren war, in denen sich am Ostseestrand das Eis türmte und nicht mehr zu sehen war, wo der Strand aufhört und das Meer anfängt. In denen der Schnee im Wald und auf den Feldern so hoch war, dass ich bei meiner Joggingrunde im hüfthohen Schnee stecken geblieben bin und umkehren musste.

Die ruhige Winterstimmung passt zu unserem Lebensgefühl

Die erstarrte Schönheit im Hafen, die ruhige Winterstimmung – das passt zu unserem momentanen Lebensgefühl. Wir warten auf den Frühling wie jedes Jahr, aber diesmal warten wir auch ab, wie sich die Pandemie entwickelt. An Präsenzunterricht in der Segelschule ist aufgrund der Corona-Lage ja in den kommenden Wochen nicht zu denken. Das ist erst mal noch keine Katastrophe, denn im Februar laufen bei uns nur Theoriekurse. Da wir technisch gut ausgerüstet sind, planen wir den Unterricht als Internet-Live-Kurse. Und wir freuen uns natürlich, wenn möglichst viele unserer Teilnehmer bereit sind, dabei mitzumachen.

Wir merken, dass die Menschen sich im Moment mit ihren Buchungen zurückhalten. Viele warten wohl erst mal ab, bevor sie Pläne schmieden. Wir haben zwar schon zahlreiche Anmeldungen für die Saison, aber unsere Winterkurse sind nicht so gut gebucht wie in „normalen“ Jahren. Das haben wir im November und Dezember schon gemerkt. Außerdem mussten wir wegen des Lockdowns unsere Novemberkurse absagen, haben diese dann auf den Dezember verschoben und als Internet-Live-Kurs gemacht.

Zu Jahresbeginn sind die Kosten hoch – zum Glück gibt’s die Novemberhilfe

Es gab aber auch Kunden, die nicht online lernen wollten oder konnten. Die haben ihren Kurs entweder auf dieses Jahr verschoben oder ihr Geld zurückgefordert. Also haben wir die November- und Dezemberhilfe beantragt und für die Novemberhilfe auch sehr schnell eine Abschlagszahlung angekündigt bekommen. Das ist sehr gut, denn jetzt zu Jahresbeginn fallen immer viele Kosten an: Die Liegeplätze für die Boote müssen bezahlt werden, die Versicherungen der Segelschule und der Boote werden fällig, Verbandsbeiträge ebenso, und laufende Zahlungen wie die Miete für Büro und Unterrichtsraum, Löhne und Lohnnebenkosten laufen ja ohnehin weiter.

Der Sommer wird schön – ganz bestimmt!

Im Moment ist es für Ralf und mich das Wichtigste, dass wir, unsere Familie und unsere Freunde gesund bleiben. Wir sind zuversichtlich, dass der Frühling und Sommer schön werden – und dass dann auch wieder viele Segler und Motorbootfahrer zu uns kommen. Wir hoffen, dass es mit den Impfstoffen bald besser läuft und dass es irgendwann ein Medikament gegen Covid 19 gibt, dass wir das mit den Mutationen in den Griff bekommen und nach und nach wieder zu einem normalen Leben übergehen können.

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Als das Christkind noch Plätzchen buk

„Schau mal. Das Christkind backt Plätzchen.“ Die Mami hält mich an der Hand, und ich schaue staunend in den Abendhimmel. Flammend rot ist er; die Wolken malen gewagte Muster, und mir ist, als hörte ich das Feuer in Christkinds Backofen knistern.

Als kleines Mädchen erlebte ich die Szene zum ersten Mal, und jedes Jahr im Dezember kam wieder der Moment, in dem meine Mutter diesen kleinen und für mich doch so wichtigen Satz sagte: „Das Christkind backt Plätzchen“. Da mochte der Tag noch so kalt sein, die Winterluft noch so scharf in die Wangen schneiden – dieser wunderschöne Himmel am späten Nachmittag, kurz bevor sich die Welt in samtenes Dunkelblau hüllte und überall die Kerzen und Lichterketten erleuchteten, ließ vor allem ein Gefühl wachsen: das von Wärme. Begleitet von Verheißung, Geborgenheit und Vorfreude.

Welch zauberhafte Zeit das war!

Was war das doch für eine zauberhafte Zeit, dieser Advent, dieses Weihnachten, dieses Geheimnisvolle überall, das wie ein unsichtbarer Schleier über den vielen warmen Lichtern lag. Es war, als würden wir alle näher zusammenrücken, indem wir demselben Ereignis entgegenfieberten. Zuhause, im Kindergarten, später in der Schule, überall war die Vorbereitung auf Weihnachten eine ganz große Sache. Wir haben gesungen und gebastelt, Plätzchen gebacken und Wunschzettel geschrieben, Geschenke eingepackt, fürs Krippenspiel geprobt und ungezählte Male die Weihnachtsgeschichte gehört.

Welch ein Zauber lag doch über dem Weihnachtsfest! Mami und ich vor dem Adventskranz.

Ich habe einen katholischen Kindergarten und eine katholische Grundschule besucht, wo natürlich der religiöse Aspekt immer eine große Rolle spielte, kindgerecht aufbereitet und schön anzuhören. Je älter ich wurde, desto mehr verlor dieser Aspekt an Bedeutung. Trotzdem blieb die Weihnachtszeit eine der wichtigsten und schönsten Zeiten im Jahr.

Kam das Christkind mit dem Bollerwagen?

Der wunderbare Zauber der Kindheit hielt sich noch lange, doch er veränderte sich mit der Zeit. Als ich klein war, wollte ich unbedingt dieses geheimnisvolle Christkind sehen, das sich am Heiligen Abend in unser Wohnzimmer schlich und Geschenke unter den Weihnachtsbaum legte. Ich stellte mir immer ein weiß gekleidetes, irgendwie geschlechtsloses Kleinkind mit lockigen braunen Haaren vor, das einen Bollerwagen voller bunter Päckchen hinter sich herzog. Doch begegnet bin ich ihm nie, denn wenn der Papa mit dem goldenen Glöckchen klingelte und ich endlich ins Zimmer durfte, war das Christkind schon weg.

Das Glöckchen kam noch zum Einsatz, als ich längst erwachsen war und an Weihnachten nach Remscheid fuhr, um mit meinen Eltern zusammen zu feiern. Heute steht es auf der Fensterbank in unserer gemütlichen Wohnküche. Und manchmal, ganz manchmal, nehme ich es in die Hand und klingele ein bisschen.

Und wieder sitze ich bei Chris Rea singend im Auto

Die Advents- und Weihnachtszeit, das ist ein Geflecht aus Ritualen und Traditionen, aus Melodien und Düften, aus Freude auf schöne Tage mit den liebsten Menschen, aufs Schenken und Beschenktwerden. Wir brauchen doch all das, Nähe und Wärme und Liebe und Freude. Wir brauchen den Zauber. Viele Jahre ist das „Driving Home for Christmas“-Gefühl mit mir mitgefahren, wenn ich mich vor Weihnachten in Bonn, Münster oder Hamburg mit dem Auto oder mit der Bahn auf den Weg gemacht habe heim nach Remscheid, wo ich doch längst nicht mehr zuhause war. Und immer konnte ich es kaum erwarten, denn fröhliche Tage mit Freunden und Familie lagen vor mir. Wenn ich das Lied von Chris Rea im Radio höre, sitze ich sofort wieder singend im Auto, Geschenke im Kofferraum, ein paar freie Tage vor mir, und freue mir ein Loch in den Bauch.

Jedes Jahr ein Hexenhäuschen

Eine Freundin hat neulich erzählt, dass sie in der Weihnachtszeit oft daran denkt, wie es früher war. Das geht mir ganz genauso. Je mehr Jahre vergehen, desto deutlicher treten die Erinnerungen hervor. Da ist das Knusperhäuschen, das meine Oma Else jedes Jahr zu Weihnachten für mich gemacht hat. Das Hexenhäuschen von Hänsel und Gretel im Miniaturformat, ein süßes kleines Haus mit einem zuckergussverschneiten Dach, die Lebkuchenwände geschmückt mit Plätzchen und Schokolade. Dann das herrliche Gefühl, am mehlverstaubten Küchentisch Sterne und Kreise aus dem Teig zu stechen, während ein Blech nach dem anderen in den Ofen wanderte und es in der ganzen Wohnung nach Plätzchen duftete.

Ein Knusperhäuschen mit Garten – Oma Else hat sich immer so viel Mühe gegeben.

Die Zeit hat gewaltig an Tempo zugelegt – das zeigt uns der Adventskalender

Immer gehörte auch ein Adventskalender dazu, blau und mit bunten Winterszenen bedruckt. Ich weiß noch, wie unendlich lange es dauerte, bis endlich alle 24 Türchen geöffnet und der Heilige Abend da war. Das war eine Ewigkeit! Meine Mutter hat mir übrigens noch bis vor wenigen Jahren jedes Jahr einen Adventskalender geschenkt. Wenn wir uns im November nicht gesehen haben, hat sie ihn per Post geschickt. Jetzt kann sie das nicht mehr machen, aber Ralf und ich schenken uns die Kalender gegenseitig. Sie sind ein guter Indikator dafür, dass die Zeit an Tempo zugelegt hat. Und zwar gewaltig. Als ich vorgestern das 24. Türchen geöffnet habe, fühlte sich das richtig merkwürdig an. Denn ich hatte das Gefühl, dass ich das erste Türchen doch erst gestern aufgemacht habe.

Wie süßer Weißwein zu einer heiteren Erinnerung wurde

Süßer Weißwein ist auch so ein Kapitel in meinem weihnachtlichen Erinnerungsschatz. Denn ich war ein neugieriges Kind und Genüssen nicht abgeneigt. So trug es sich also zu, als ich im ersten oder zweiten Schuljahr war, dass meine Mutter im Wohnzimmer den Tisch fürs festliche Heilig-Abend-Essen deckte und mein Vater die dazugehörige Flasche Wein schon mal entkorkte. Dann gingen beide Eltern in die Küche, um noch irgend etwas vorzubereiten. Ich blieb im Wohnzimmer bei Weihnachtsbaum und Geschenken – und bei der geöffneten Flasche.

Da habe ich mir dann versuchsweise ein Gläschen eingeschenkt und probiert. Irgendwas musste ja dran sein, wenn die Erwachsenen zu besonderen Gelegenheiten gern Wein tranken. Tatsächlich fand ich ihn lecker, trank das Glas leer und schenkte mir wohl auch noch mal nach. Meine Eltern haben jahrelang von den Heiligen Abend erzählt, an dem ich sinnlos kichernd an meinem Papa gehangen habe und gar nicht mehr runter wollte von seinem Schoß.
Wie es mir am nächsten Tag ging, ist nicht überliefert.

Das war unsere erste Krippe. Papa hat die Figuren aus Gips geformt und bemalt und den Stall gebaut. Das Jesuskind wurde immer erst am Heiligen Abend hineingelegt. Erst nach vielen Jahren ersetzten meine Eltern die Krippe gegen eine andere mit vielen Holzfiguren.

Am Heiligen Abend kam die Mäusepolizei

Einer der ersten Kinobesuche, an den ich mich erinnere, fand ebenfalls Weihnachten statt. Ich bin mir sogar ziemlich sicher, dass es am Heiligen Abend war, eine Vorstellung am Vormittag oder am frühen Nachmittag. Meine Eltern wollten mir wohl die Wartezeit vertreiben, und mein Vater, der Zeichentrickfilme liebte, freute sich mindestens genau so wie ich über „Bernard und Bianca – die Mäusepolizeit“. Die süßen Mäuse, der tollpatschige Albatros, die böse Medusa mit den roten Haaren – ein herrliches Vergnügen war das!

Ich sehe heute noch vor mir, wie wir von dem recht leeren Parkplatz zum Kino hinübergingen, an einem grauen, milden, schneelosen Tag. Tatsächlich gilt der Heiligabend 1977 noch immer als der mildeste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Das Thermometer kletterte im Bergischen Land auf 16 Grad, habe ich gerade auf einer Internetseite von Kachelmannwetter gelesen. Jedenfalls hat der Film uns Spaß gemacht, und ich mag Zeichentrickfilme genauso gern wie der Papa. Übrigens gilt das nur für die alten gezeichneten Trickfilme. Ich mag altmodisch, unverbesserlich und vielleicht auch irgendwie abgehängt sein – aber in den Animationsfilmen der neuen Zeit finde ich den Charme einfach nicht. Vielleicht ist er ja irgendwo unter der ganzen Perfektion begraben.

Das Geheimnisvolle verschwand, das Besondere blieb

Zum Ende der Kindheit hin löste sich der Schleier des Geheimnisvollen im Advent behutsam auf, doch das Besondere blieb, dieses Hinleben auf das Weihnachtsfest. Wichtig war immer das möglichst lange und ausgiebige Essen am Heiligen Abend. Oft haben wir Fondue gemacht, da konnten wir den ganzen Abend erzählen und dabei gemächlich alles aufessen. Gefreut habe ich mich auch immer auf den Besuch bei den Großeltern. Ich fand es schön, bei ihnen im Wohnzimmer zu sitzen und zu plaudern. Die Oma saß immer mir gegenüber auf dem Sofa neben dem Kachelofen. Der Opa auf seinen Sessel rechts von mir. Besonders spannend fand ich es, wenn sie von früher erzählten. Aber das ist ein anderes, ganz langes Kapitel, das ich ein andermal schreiben möchte.

Unsere Familie kennt nur eine Richtung

Ralf und ich haben keine Geschwister. Es gibt Onkel und Tanten, Cousinen und Cousins, aber unsere Kernfamilien sind klein. Außerdem haben wir keine Kinder. Wir haben Kinder weder geplant noch verhindert. Wir haben einfach keine und sind deshalb nicht traurig. Ein Leben ohne nachfolgende Generationen ist anders als eines, in dem erst Kinder und dann womöglich Enkel durchs Haus toben, älter werden und einen ein Stück weit mitnehmen in ihre Kindheit und Jugendzeit. Wir sehen keine leuchtenden Kinderaugen unter dem Weihnachtsbaum, und wir müssen uns nicht mit Teenagern auseinandersetzen, die möglicherweise alles anders machen möchten als wir. Zum Glück haben wir trotzdem Kontakt zu jungen Menschen, und das freut uns. Aber unsere eigene Familie kennt nur eine Richtung: die ins Alter.

Seit Ralf und ich uns kennen, haben wir den Heiligen Abend zusammen verbracht. Das sind jetzt zwanzig Jahre. Es gab also kein „Driving Home for Chrismas“ mehr. Manchmal musste ich Weihnachten auch in der Redaktion arbeiten, so dass wir zu den Feiertagen gar nicht wegfahren konnten. Wohin hätten wir auch fahren sollen? Trennen wollten wir uns nicht. Meine Eltern lebten in Nordrhein-Westfalen, seine in Spanien.

Fröhliche Feste mit der Weihnachtsfrau – und mit Amy Winehouse

2006 sind wir dann in Salzwedel in ein 400 Jahre altes Fachwerkhaus gezogen. Dort gab es genug Zimmer, um beide Elternpaare zu beherbergen. Und ich hatte an Weihnachten frei. Da haben wir zum ersten Mal das Fest für alle zusammen ausgerichtet. Es wurden schöne und lustige Tage mit einem mehrgängigen Festessen am Heiligen Abend bei uns zuhause, mit Restaurantbesuchen, Spaziergängen, Spieleabenden und noch mehr an Vergnügungen. Irgendwann in den 90-er Jahren hatte ich bei irgendeinem Pressetermin eine Weihnachtsmütze geschenkt bekommen. Die holte ich an diesem ersten gemeinsamen Heiligen Abend aus einer Laune heraus hervor und fing an, die Weihnachtsgeschenke zu verteilen.

In den Jahren danach wollte mein Schwiegervater Fred immer die „Weihnachtsfrau“ haben. Deshalb habe ich mir immer eine andere kleine Show ausgedacht und mit besagter Mütze und allen möglichen Sprüchen Geschenke verteilt. Dazu lief übrigens jahrelang immer dieselbe CD: Back to Black von Amy Whinehouse, und zwar die Bonus-CD. Los ging’s immer mit dem Song „Cupid“. Na ja, da geht’s ja um Amors Pfeil, und mit Weihnachten hat das so gar nichts zu tun. Aber man kann super drauf tanzen und mit der Mütze wackeln 🙂

Diese lustigen Weihnachtsfeste mit unseren vier Eltern haben uns allen Spaß gemacht. Erst in Salzwedel, dann hier in Wolgast und einmal, als Ralf und ich mitten im Umzug steckten, bei meinen Schwiegereltern in Ziemitz auf Usedom. Weite Wege hatten wir da nicht mehr, denn unsere Eltern sind ja zu uns an die Ostsee gezogen.

Unser Weihnachten ist immer kleiner geworden

Dann ließen die Kräfte der Eltern nach. Mein Schwiegervater wurde schwer krank und konnte nicht mehr teilhaben. Auch meine Eltern haben das nicht mehr geschafft. Unser Weihnachten ist immer kleiner geworden. Mittlerweile kommt am Heiligen Abend nur noch Ralfs Mutter Irmi zu uns. Unsere Väter sind nicht mehr da, und meine Mama würde, auch ohne Corona, einen ganzen Abend bei uns nicht mehr durchstehen. Immerhin durfte ich sie am 24. Dezember nach Wochen endlich wieder für eine Stunde besuchen.

Wo ist nur der alte Zauber?

In dieser Adventszeit habe ich mich oft gefragt, was aus dem alten Zauber geworden ist. Ich konnte ihn nicht mehr fühlen. Da waren viele Erinnerungen, Melancholie vor allem – aber kein Zauber mehr. Dann, in der letzten Woche vor Weihnachten, fing ich doch noch an, mich auf das Fest zu freuen. Wir hatten dann auch tatsächlich einen schönen Heiligen Abend, Ralf und Irmi und ich. Wir haben lecker Raclette gegessen und sogar Gitarre und Bass gespielt und gesungen. Und Irmi hat das alles heldenhaft ertragen 😉
Auch ohne Corona wäre unser Fest nicht größer gewesen; nur die Adventszeit hätten wir mit vielen Aktivitäten ausgefüllt.
Die Weihnachtsfrau ist übrigens vor Jahren schon mit Fred gegangen.

Das wünsche ich mir

Wisst ihr, was ich mir für die Zukunft wünsche? Ein fröhliches Weihnachtsfest mit Freunden, egal, ob sie zur Familie gehören oder nicht. Mit einem endlos langen leckeren Essen, mit Musik, ein paar Geschenken, mit einem Berg an selbstgebackenen Plätzchen, mit viel Gelächter und unbedingt auch mit einer Ahnung des alten, ganz besonderen Weihnachtsgefühls.

Ein kleiner Abschied, irgendwie

Als ich vierzehn oder fünfzehn Jahre alt war, haben meine Mutter und ich uns in der Adventszeit einen schönen Tag in Wuppertal gemacht. Wir sind von Remscheid aus mit dem Zug nach Elberfeld gefahren und dort über den Weihnachtsmarkt und durch die Geschäfte geschlendert. Als wir am Nachmittag in Elberfeld auf dem Bahnsteig standen und auf den Zug nach Hause warteten, begann der Himmel zu brennen. Ich weiß noch, wie wir dort auf dem grauen Bahnhof standen und in dieses wunderbare Rot schauten, die Farbenpracht und die Schönheit im Spiel der Wolken. „Das Christkind backt Plätzchen“, sagte die Mami. Es war vielleicht das letzte Mal, dass sie mir das so sagte, als wäre ich noch immer die kleine, herumhopsende Katja mit den lustigen Zöpfen.

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Stillstand, Vollgas, Stillstand – so war unser Jahr 2020

Wir sind noch da. Und uns geht es gar nicht mal schlecht. Das hätte auch anders werden können. Damals, im März, als der erste Lockdown kam und wir nicht wussten, ob wir unsere Segelschule bis zum Sommer überhaupt wieder aufmachen dürfen. Da lag der Rest des Jahres vor uns wie eine unbekannte Inselwelt ohne Seekarte. Wie würden wir da durchkommen? Würden wir Neues entdecken? Oder trotz aller Zuversicht untergehen? Oder würden wir segeln wie eh und je und doch noch viele Menschen mitnehmen in dieses herrlich freie Leben auf dem Wasser?

Stille und Einsamkeit: Leer ist der Hafen im März.

Nie war eine Saison anstrengender

Tatsächlich sind wir gesegelt und hatten freudvolle Momente. Wir blicken auf ein schwieriges Frühjahr zurück, auf einen wunderbaren Sommer und einen zweigeteilten Herbst. Bis zur Bootsführerscheinprüfung Anfang Oktober lief alles relativ normal, nachdem wir uns an die Corona-Bedingungen angepasst hatten. Anfang November mussten wir schließen. Auch im „Lockdown light“ hatten wir hier in Mecklenburg-Vorpommern Ausbildungverbot. Eines steht für uns fest: Die Saison 2020 war die mit Abstand anstrengendste Zeit, die wir bisher in der Segelschule hatten.

Im Frühjahr waren wir intensiv mit Formalitäten beschäftigt – wie läuft es mit der finanziellen Unterstützung im Lockdown, wie meldet man eigentlich Kurzarbeit an, wie bekommen wir unsere Boote saisonklar, wenn wir die Werft nicht betreten dürfen? Werden jetzt alle Leute ihre Anzahlungen zurückfordern, können wir laufende Kosten wie Miete und Versicherungen überhaupt zahlen? Und wovon leben wir? Die Soforthilfe, die wir ja zum Glück sehr schnell und unkompliziert erhalten haben, war ausschließlich für die Betriebskosten gedacht. Ich selber, als Inhaberin der Segelschule, hatte keinen Anspruch auf Geld, von dem ich mir Essen kaufen oder meine Krankenversicherung bezahlen konnte.

Psychische Belastung – wir waren jeden Abend erschöpft

Würde unser Notgroschen für schlechte Jahre reichen? Oder würden wir am Ende doch noch unsere Altersvorsorge anbrechen müssen? All diese Fragen haben Ralf und mich umgetrieben, und das war – trotz unseres grundsätzlichen Optimismus – psychisch sehr belastend. Wir waren jeden Abend erschöpft. Auch wenn wir unsere übliche Arbeit nicht tun durften – erholsam waren diese Monate nicht.

Privates Segeln ist im April verboten. Wir bringen unser erstes Boot in den Hafen – eine Dienstfahrt. Einsam gleiten wir über die Krumminer Wiek.

Kleiner Start am 25. Mai – mit zwei Schülern pro Boot

Dann kam der 25. Mai und damit der Tag, an dem wir endlich loslegen durften mit unseren Kursen. Wir haben erst mal klein angefangen im Segelkurs, mit nur zwei Schülern plus Lehrer auf jedem Boot. Normalerweise sind es vier Schüler; unsere Segelboote sind recht geräumig. Ziemlich bald hatten wir dann raus, wie wir den Mindestabstand von 1,50 Meter einhalten konnten. Insgesamt lief es darauf hinaus, dass wir die Teilnehmerzahl in allen unseren Kursen – Theorie und Praxis – reduziert haben. Das bedeutete im Durchschnitt zwei Drittel der „normalen“ Teilnehmermenge. Wir haben ein Hygienekonzept erarbeitet und jedem unserer Gäste zukommen lassen. Und wir hatten Glück – Corona hat tatsächlich einen Bogen um unsere Segel- und Motorbootkurse gemacht.

Nur zwei auf jedem Boot im ersten Segelkurs Ende Mai – immer mit Abstand.
Boje über Bord! Auch hier kommt sich niemand zu nahe.
Familienfreuden – hier darf auch zusammengerückt werden 🙂

Ein Drittel weniger Teilnehmer = ein Drittel weniger Umsatz

Seit Ende Mai wurden wir praktisch überrannt. Es war paradox. Die Nachfrage stieg zum Sommer hin rapide, und unsere Kurse waren frühzeitig ausgebucht. Das klingt jetzt leicht und unkompliziert, so als wären damit alle Probleme gelöst gewesen. Man darf aber nicht vergessen, dass ein Drittel weniger Teilnehmer auch ein Drittel weniger Umsatz bedeutet.

Mitten in der Saison die Preise erhöhen und Corona-Aufschläge fordern, das wollten wir nicht machen. Das hätte dann bedeutet, dass jemand, der sich schon im Winter angemeldet hatte, weniger für den Kurs bezahlt hätte als jemand, der erst im Frühling gebucht hat. Da die Teilnehmer die ganze Woche zusammen sind und auch mal über Preise reden, hätte das leicht zu Unmut führen können. Oder wir hätten von den Frühbuchern Nachzahlungen gefordert. Auch nicht besser.

Unsere Zeit bewusst nutzen: So wollen wir leben

Jetzt muss ich mal ein bisschen ausholen. Ralf und ich haben die Segelschule gekauft und unser Hobby zum Beruf gemacht, weil wir weniger arbeiten wollten als in unseren alten Berufen. Wir möchten die Schule nicht vergrößern, wir wollen keine Filialen eröffnen, wir streben keine riesigen Kurse mit 30 und mehr Teilnehmern an, wir möchten keinen gigantischen Bootspark aufbauen. Sondern einfach nur gute Qualität in schöner Atmosphäre und liebenswerter Umgebung bieten.

Dazu gehört, dass wir auch mit unserem privaten Segelvergnügen nicht zu kurz kommen. Und so gönnen wir uns seit wenigen Jahren den Juni ganz für uns, geben selber keinen Unterricht und segeln statt dessen zu zweit hinaus auf die Ostsee. Das ist unsere Auszeit, unser Vergnügen und jedes Mal Balsam für die Seele. Wir haben die Lebensphase erreicht, in der wir unsere Zeit so bewusst wie möglich nutzen möchten. Das gemeinsame Segeln auf unserem geliebten Boot, das Bummeln von Hafen zu Hafen, von Insel zu Insel, am liebsten hinauf nach Skandinavien, ist uns wichtig.

Diesmal fiel die Auszeit aus

In diesem Jahr haben wir darauf verzichtet. Dass unser Kurskalender für den Juni eigentlich leer war, hat uns geholfen, genügend Ausweichtermine für die im Frühjahr ausgefallenen Kurse zu planen. Statt zu entspannen, haben wir diesmal gerade im Juni auf Hochtouren gearbeitet. Und danach ging es mit Volldampf weiter. Die Corona-Situation hat uns die ganze Saison über viel Zeit und Kraft gekostet.

Keine Segelreise diesmal. Statt dessen kleine Auszeiten. Wie hier auf dem Balkon …
… am Strand von Freest …
… und mit meiner Freundin Susanne in Greifswald.

Kurs-Organisation: jedes Mal ein Abenteuer

Die Organisation unserer Kurse war jedes Mal ein Abenteuer. Wie viele Paare haben sich angemeldet, wie viele Menschen aus einem Haushalt? Denn die dürfen ja zusammensitzen, sowohl im Schulungsraum als auch auf dem Boot müssen wir da nicht auf den Mindestabstand achten. Oder sind lauter Einzelteilnehmer im Kurs? Dann ist der Kurs früher ausgebucht, wir können weniger Teilnehmer aufnehmen. So haben wir also ständig gerechnet, geplant, Tische und Stühle verschoben. Dazu die ganzen Formalitäten: Alle vor Kursbeginn noch mal anschreiben, auf Masken- und Handschuhpflicht hinweisen, eine Corona-Selbstauskunft einfordern. All das war zeitaufwändig; funktioniert hat es gut.

Bis Oktober läuft alles recht normal. Herbststimmung auf meiner Joggingrunde.
Motorbootprüfung auf der „Ina“ vor der Wolgaster Brücke. Auch hier immer mit Abstand.

Die neue Unverbindlichkeit – ein paar Worte über schwarze Schafe und warum ich sie nicht mag

Große Nachfrage und reduzierte Teilnehmerzahlen – in diesem Jahr mussten wir leider vielen Kursinteressenten absagen, die wir normalerweise noch hätten aufnehmen können. Das hat mir sehr leid getan, nicht nur für uns, sondern auch für die Menschen, die gern dabeigewesen wären.

Jetzt erzähle ich Euch etwas über die schwarzen Schafe unter unseren Kunden. Denn über die habe ich mich in diesem Jahr ganz besonders geärgert. Ich meine Leute, die einen Kurs buchen und uns dann drei Tage vorher – oft erst, nachdem wir uns wegen des baldigen Kursbeginns bei ihnen gemeldet haben – lapidar mitteilen: „Nee, ich schaffe das jetzt nicht, ich komme später mal zu einem anderen Kurs.“ Diese Leute gehen leider sehr oft davon aus, dass das nichts kostet, dass man den Kurs bei der Segelschule einfach so mal verschieben kann. Wir haben ihnen aber den Platz freigehalten und einem anderen Interessenten abgesagt. Der kann drei Tage vorher jetzt auch nicht mehr anreisen, der Platz bleibt also leer.

Kulanz war gestern, ich bin das Theater leid

Diese Art von Kulanz – einfach auf das Geld verzichten und den Teilnehmer kostenfrei in einen späteren Kurs aufnehmen – können wir uns nicht mehr leisten. Und ich muss ehrlich sagen: Ich will das auch gar nicht. Es kommt immer mehr so eine Unverbindlichkeit in Mode, so ein „Komm ich heut nicht, komm ich morgen“, ein „Mal sehen, ob ich heute Abend dabei bin oder vielleicht auch nicht, werdet ihr ja merken“, ein „Ich halte mir alles offen bis zum Schluss“. Ich bin dieses Theater leid. Unverbindlichkeit und Unzuverlässigkeit gehen mir auf die Nerven. Neuerdings schicke ich mit der Buchungsbestätigung immer einen Hinweis auf unsere AGB mit. Und auf die Stornofristen und anfallende Kosten. Wer nicht fristgerecht zahlt, dem reservieren wir keinen Platz. Es geht nicht anders, wir müssen wirtschaftlich arbeiten, gerade in diesen Zeiten.

Unsere Ausrüstung für 2021: Webcam und Mikro sind schon im Einsatz

Jetzt steht also wieder alles still. Wir sind im Lockdown – was jetzt im Winter für unsere Segelschule längst nicht so schlimm ist wie damals im Frühling – und planen für das nächste Corona-Jahr. Anmeldungen gibt es schon, das Interesse am Bootssport scheint nach wie vor groß zu sein. Natürlich haben wir dazugelernt, uns weiterentwickelt und auf die neue Zeit eingstellt. Webcam und Mikrofon sind längst bei uns eingetroffen und waren auch schon im Einsatz. Denn wir haben unsere ausgefallenen Novemberkurse zunächst auf Dezember verschoben und diese dann – wegen des andauernden Lockdowns – für alle Teilnehmer, die dazu Lust hatten, auf einen Internet-Live-Kurs umgestellt. Der lief sehr unproblematisch über Skype, und sowohl Ralf als Lehrer als auch die Kursteilnehmer waren davon angetan.

Über die Dokumentenkamera senden wir direkt auf die Computer der Kursteilnehmer:
Ralf zeigt die Seemannsknoten im Internet-Live-Kurs.

Diese Vorteile hat ein Internet-Live-Kurs

So ein Skype-Kurs hat ja durchaus Vorteile. Man spart sich die Anfahrt und bleibt statt dessen zu Hause. Je nach Wetterlage kann das im Winter sehr angenehm sein. Alles, was der Lehrer im Unterricht an der Tafel oder per Beamer zeigt, erscheint auf dem eigenen Bildschirm. Alle Arbeitspapiere werden einfach als Datei in die Skype-Gruppe gelegt.

Mein Schwedisch-Kurs in der Volkshochschule Greifswald findet auch wieder über Skype statt. Ich lerne dabei genauso viel, wie wenn ich in Greifswald in der Schule sitze. Natürlich ist es schön rauszukommen, die anderen Kursteilnehmer und den Lehrer persönlich zu treffen. Aber wenn das nicht geht, ist ein Internet-Live-Kurs immer noch tausendmal besser als gar kein Kurs.

Künftig kann jeder, der bei uns einen Präsenzkurs bucht, entscheiden, ob er den Theorieteil live vor Ort oder live übers Internet mitmachen möchte. Das hat einen großen Vorteil: Wenn im Unterrichtsraum kein Platz mehr frei ist, ist die Teilnahme am Internet-Live-Kurs immer noch möglich. Denn es wird ja dauern, bis die Menschen geimpft sind. Vor dem Ende des kommenden Jahres sehe ich nicht, dass wir auf Vorsichtsmaßnahmen und Mindestabstände verzichten können.

Corona ist in unserer Familie angekommen

Ende November ist Corona dann doch noch in unser Familienleben eingezogen. Nachdem wir das ganze Jahr über Glück gehabt hatten, gab es nun Corona-Fälle in dem Pflegeheim, in dem meine Mama wohnt. Das ganze Heim wurde unter Quarantäne gestellt, und dann wurde auch die Mami positiv getestet. Das war ein Schock, denn sie hat so viele Vorerkrankungen, dass sie gleich mehrfach zur Risikogruppe gehört.

Auf den Schrecken folgte eine phänomenale Entwicklung. Denn es passierte – nichts. Die Mami bekam keine Symptome, nicht mal die allerkleinsten Symptömchen. Und das, obwohl sie ein Lungenleiden hat. Das hat mich schon sehr überrascht, zumal ich von Menschen aus unserem Bekanntenkreis weiß, die unter ihrer Corona-Erkrankung sehr gelitten und auch lange danach noch zu kämpfen hatten.

Das schönste Weihnachtsgeschenk

Heute habe ich erfahren, dass die Mami jetzt wieder negativ ist. Das ist das schönste Weihnachtsgeschenk. Jetzt hoffe ich, dass ich sie bald wieder besuchen darf. Denn noch ist das nicht gestattet; die Quarantäne für das Heim gilt noch. Wie viele andere alte Menschen saß die Mama in den vergangenen Wochen tagein, tagaus allein in ihrem Zimmer. Und dort sitzt sie noch. Natürlich schauen die Pflegekräfte immer wieder bei ihr rein; sie hat also zwischendurch Kontakt zu anderen Menschen und freut sich darüber, dass diese immer so freundlich und nett zu ihr sind. Und wir telefonieren jeden Tag. Trotzdem freue ich mich, wenn die Isolation demnächst endet. Hoffentlich schon zu Weihnachten. Denn es wird ohnehin ein von Melancholie gestreicheltes Fest. Es ist das erste Weihnachten ohne meinen Papa.

Da ist es, das blaue Auge 🙂

Nun geht also dieses verrückte Jahr allmählich zu Ende. Das Besondere daran war für Ralf und mich das Verständnis und die viele Unterstützung durch unsere Kursteilnehmer, Freunde und Bekannten in der ersten Corona-Zeit. Dann die trotz allem herrlichen Sommerwochen. Und nun, zum Ende hin, das große Glück, dass bei der Mama Corona nicht ausgebrochen ist. Alles in allem war es so, wie wir es uns zu Beginn der Pandemie gedacht hatten: Wir sind erst mal mit einem blauen Auge davongekommen.

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Die Saison hat uns verschluckt

Endlich finde ich mal wieder ein bisschen Zeit, einen Blog-Beitrag zu schreiben. Eigentlich wollte ich das im Sommer ja mindestens alle zwei Wochen machen. Aber ich habe gemerkt: Das haut nicht hin. Diese Sommersaison ist in der Segelschule noch arbeitsintensiver als sonst. Vor ein paar Monaten, als wir noch nicht einmal wussten, ob wir überhaupt aufmachen dürfen, hätten wir das nicht gedacht.

Und nun ist die Nachfrage nach unseren Kursen groß. Die Saison hat uns Anfang Juli verschluckt und wird uns irgendwann im September wieder ausspucken. Bis dahin haben wir kaum ein soziales Leben, vernachlässigen alle Freunde und fallen abends früh ins Bett. Das ist in jedem Sommer so.

Wir spielen Teilnehmer-Tetris

Da wir die Corona-Einschränkungen nach wie vor ernst nehmen, lassen wir diesmal aber nur die Hälfte bis zwei Drittel der üblichen Teilnehmerzahl in unsere Kurse. Melden sich Paare oder Familien an, müssen diese nicht den Mindestabstand einhalten, und wir können etwas mehr Leute unterbringen. Kommen alles Einzelteilnehmer, ist bei der Hälfte Schluss. Wir spielen also regelmäßig Teilnehmer-Tetris. 🙂 Gleichzeitig dauert vieles länger. Vor allem in der Praxisausbildung benötigen wir entweder mehr Zeit oder mehr Lehrer und Boote gleichzeitig.

Es ist also immer noch so, dass wir für weniger Umsatz mehr arbeiten. Aber das ist nicht so schlimm, wir kommen einigermaßen gut durch das Jahr und hoffen jetzt, dass kein neuer Lockdown verhängt wird. Wenn ich die Bilder von den Leuten sehe, die dicht an dicht Partys feiern oder ohne jeglichen Abstand und ohne Masken Straßen und Plätze bevölkern, kommen mir ernsthafte Zweifel an der Hirnfunktionalität so mancher Zeitgenossen. Nur weil Deutschland relativ gut dasteht, nehmen sie die Pandemie nicht ernst. Oder sie glauben den Quatsch, den die Verschwörungstheoretiker und Pandemieleugner verbreiten. Passt auf Leute und guckt hin! Schaut euch an, was Corona in anderen Ländern anrichtet, wie viele Menschen sich weltweit täglich infizieren.

Heute mal Starkwind

Im Moment bin ich jeden Tag im Segelkurs. Heute habe ich nur deshalb Zeit zum Schreiben, weil der Wind so stark ist, dass wir nicht segeln können. Unser Segellehrer Emil unterrichtet gerade Theorie, und ich habe ein bisschen Luft. Die kann ich auch gut gebrauchen, denn im Moment bin ich unterschwellig dauermüde. Könnt Ihr Euch das vorstellen? Ich liebe den Sommer, aber schon jetzt freue ich mich ein kleines Bisschen auf den Herbst, wenn es ruhiger wird und unsere Kurse nicht mehr jede Woche laufen. Obwohl die Arbeit Spaß macht, der Sommer schafft Ralf und mich jedes Mal. Wir sind ja nicht mehr die Jüngsten. Da steckt man wochenlanges Durcharbeiten nicht mehr so gut weg wie mit Mitte zwanzig oder dreißig.

Kleine Auszeit am Abend: Wir feiern 19. Hochzeitstag

Immerhin hatten wir vorgestern Abend Zeit, unseren 19. Hochzeitstag zu feiern. Wir haben uns nebenan im wunderschönen Speicher-Restaurant verwöhnen lassen, und es war ein sehr schöner und weinseliger Abend. 🙂 Wir haben von diesen 19 Jahren keinen einzigen Tag bereut.

Der ganz normale Wahnsinn: die bisher chaotischste Woche unseres Segelschul-Sommers

Die chaotischste Woche, die wir bislang in dieser Saison hatten, war die Zeit von Samstag, 11. Juli, bis Freitag, 17. Juli. Es war die Woche der monatlichen amtlichen Sportbootführerschein-Prüfung bei uns in Wolgast, und das bedeutet für uns, dass wir noch mehr arbeiten als in allen anderen Wochen. Wollt Ihr mal einen Einblick in den ganz normalen Wahnsinn einer kleinen und familiären Sportbootschule im Hochsommer haben? Dann lest hier einfach weiter.

Kennt Ihr das? Vor Euch liegt ein Berg von Arbeit, und Ihr wisst genau, dass Ihr diese ganze Arbeit unmöglich in der Zeit schaffen könnt, die Euch dafür zur Verfügung steht. Damit arrangiert Ihr Euch irgendwie und macht einen Plan, was jetzt zuerst erledigt werden muss. Und dann passieren plötzlich lauter ungeplante Dinge, und Euer ganzer Plan funktioniert vorne und hinten nicht mehr.

Alltag vor der Prüfung

In der Kurswoche vor der Juli-Prüfung ging es so richtig drunter und drüber. Einmal im Monat kommt die Prüfungskommission Mecklenburg-Vorpommern in unsere Segelschule, immer an einem Freitagnachmittag. Die Prüfungswoche sieht für uns so aus: Samstag und Sonntag unterrichtet Ralf vormittags Theorie für den Sportbootführerschein See. Nachmittags bin ich dran und gebe Unterricht für den Sportbootführerschein Binnen. Wer gerade nicht unterrichtet, macht Büroarbeit oder bereitet den Segelkurs vor, der am Montag beginnt oder erledigt andere dringende Aufgaben.

Wenn die Kurse ausgebucht sind, startet am Wochenende auch schon der praktische Motorboot-Unterricht mit unserem Motorbootlehrer Bernhard. Die Planung der Motorboot-Stunden ist auch ohne Corona-Einschränkungen schon ein Riesenakt, weil nicht jeder Schüler immer Zeit hat. Mindestens fünf Stunden lang hatte Ralf diesmal schon in der Vorwoche an dem Plan gearbeitet.

Nach dem Theoriewochenende geht’s mit voller Kraft weiter: Jeden Tag von morgens bis in den Nachmittag Segelkurs im Naturhafen Krummin, danach hat Ralf, wenn es gut läuft, noch eine kleine Pause, und abends unterrichtet er von Montag bis Donnerstag die Theorie für den Sportbootführerschein See. Das dauert immer bis ca. 21:30 Uhr. Zwischendurch muss mal was an den Booten gemacht werden, außerdem fällt vor allem im Sommer sehr viel Büroarbeit an. Die erledige dann hauptsächlich ich nach dem Segelkurs, abends oder nachts. Und unseren Unterrichtsraum müssen wir natürlich auch in Ordnung halten und am Donnerstagabend für die Prüfung vorbereiten. Schon wenn alles normal läuft, sind wir nach so einer Prüfungswoche urlaubsreif.

Ups! Die Schraube ist weg.

Bis Sonntagnachmittag sah alles so aus wie immer: Viel Arbeit, aber alles ging seinen Gang. Dann kam der Anruf von Bernhard: Die „Ina“, so heißt unser Motorboot, fährt nicht mehr. Der Motor läuft, aber Vortrieb gibt’s nicht. Das ist äußerst ungünstig, wenn man eine beachtliche Menge Kursteilnehmer auf die Prüfung vorbereiten will. Zum Glück ist das wenigstens erst passiert, als die letzte Gruppe des Tages an Bord war. Aber was nun? Auch für die folgenden Tage waren jede Menge Fahrstunden eingeplant. Bernhard und Ralf haben das Boot also noch am Sonntagnachmittag in die Werft schleppen lassen. Dort fuhr man auf Sparflamme, da der Chef und die meisten Mitarbeiter in Urlaub waren. Trotzdem haben sie das Boot am Montag aus dem Wasser gehoben. Und siehe da: Die Schraube war futsch. Einfach abgefallen, warum auch immer.

Nun liegen Schrauben nicht einfach irgendwo im Regal, können gekauft und drangebaut werden. Nein, erst mal muss man schauen, ob irgendwo eine zu diesem Bootstyp passende Schraube vorrätig ist, die man bestellen und sich schicken lassen kann. Ist das nicht der Fall, muss eine neue Schraube angefertigt werden. Nun war klar: Das dauert. Und unsere „Ina“ fällt für den weiteren Unterricht und die Prüfung am Freitag aus. Wir sind eine kleine, familiäre Segelschule und haben zwar für unsere Größe stattliche elf Boote – aber ein zweites Ausbildungs-Motorboot ist nicht dabei. Was also tun? Allen Teilnehmern absagen? Versuchen, irgendwo ein Mietboot aufzutreiben? Und Boot ist ja auch nicht gleich Boot. Jedes Boot verhält sich anders. Man muss die Manöver unterschiedlich fahren. Wer auf einem Boot gelernt hat, kann nicht sofort ein anderes genau so gut fahren, sondern muss sich erst daran gewöhnen.

Einsatz für den „Gummibär“

Am Ende hat Ralf sich für den „Gummibär“ entschieden. Das ist unser Begleitboot für die Segelkurse, ein Festrumpf-Schlauchboot mit Außenborder. Der liegt im Naturhafen Krummin auf der Insel Usedom und musste nun extra nach Wolgast gefahren werden. Der „Gummibär“ ist aber kleiner als die „Ina“, und die komplette Ausbildung mit allen Teilnehmern hätten wir mit ihm in der einenWoche nicht geschafft. Also hat Ralf seinen mühevoll aufgestellten Ausbildungplan in den Papierkorb geworfen und einen neuen Plan gemacht: Alle einheimischen Teilnehmer sollten ihre Fahrpraxis und die praktischen Motorbootprüfung auf den August oder einen anderen Monat verschieben. Nur die Feriengäste, die extra wegen des Kurses zu uns gekommen waren, haben auf dem Gummibär ihre Fahrstunden genommen und dann auch die Prüfung gemacht.

Es allen recht machen? Geht nicht.

Das wiederum hat die Mutter eines jugendlichen Kursteilnehmers von der Insel Usedom verärgert, die am Prüfungstag anrief und schnippisch fragte, mit welchem Maß wir eigentlich messen würden. Ihrem Sohn hätten wir gesagt, im Juli kann aufgrund des Schadens am Boot keine Ausbildung stattfinden. Und nun habe der Sohn gemerkt, dass doch einige Leute auf einem anderen Boot gefahren seien. Meine Argumentation, dass es sich ausschließlich um ein Notprogramm für Urlauber handelte, die nicht einfach in einem anderen Monat hunderte von Kilometern anreisen können, hat ihr nicht gefallen. Ihr Sohn hat im August Schule. Dann kann er die Prüfung nicht machen. Das hätten wir berücksichtigen müssen.

Manche Eltern sind echt anstrengend, und ich finde außerdem, ein Sechzehnjähriger kann auch schon ganz gut für sich selbst sprechen. Meine Eltern hätten sich da früher nicht eingemischt. Selbstständigkeit lernt man nicht unter dem Flügel einer Glucke. Sorry, jetzt bin ich vom Thema abgeschweift und habe vielleicht das eine oder andere fürsorgliche Elternteil geärgert. 😉

Zwischendurch mit Mama ins Hanse-Klinikum

Es gibt noch einen ganz privaten Grund, warum die Prüfungswoche im Juli eine Ausnahmewoche war. Bei meiner Mutter ist vor wenigen Wochen Krebs entdeckt worden, der möglichst schnell operiert werden sollte. Der Tumor war schon ganz schön groß. Meine Mama lebt im Pflegeheim und braucht Hilfe, wenn sie zum Arzt oder ins Krankenhaus muss. Am Donnerstag ist sie auf Anraten ihrer Ärztin ins Hanseklinikum in Stralsund gekommen, am Freitag war die Operation. Also habe ich mir den Donnerstag trotz Segelkurs frei genommen und bin nach Stralsund gefahren. Das ist nicht gleich um die Ecke, die Fahrt dauert eine gute Stunde, wenn kein Stau ist.

Eigentlich können wir uns Krankheiten und Operationen im Sommer nicht leisten. Hört sich blöd an, ist aber so. Trotzdem hätte ich meine Mutter nicht allein lassen können. Sie braucht mich bei den Arztgesprächen, und es ist auch besser, wenn ein vertrauter Mensch dabei ist, wenn sie sich schon in einer gänzlich ungewohnten Umgebung befindet. Zum Glück ist die Operation gut verlaufen, und schon zu Beginn der folgenden Woche konnte meine Mutter in ihr Pflegeheim zurück.

Am Ende war alles gut

Und auch die Sportbootführerschein-Prüfungen sind gut gelaufen, obwohl es mit den ganzen An- und Ummeldungen diesmal kompliziert und chaotisch war. Der Berg an Büroarbeit, den ich vor mir herschiebe, ist aber immer noch da. Wenn ich die älteren Anfragen, Anmeldungen und Buchführungsarbeiten erledigt habe, sind schon wieder neue da. 🙂 Aber so muss es ja auch sein, wir freuen uns natürlich, wenn viele Leute unsere Kurse buchen möchten.

Noch eine Frage zum Schluss

Eine Sache nervt mich aber manchmal trotzdem: Warum gibt es immer wieder Interessenten, die in ihren Mails oder am Telefon Fragen stellen, die wir auf unserer Homepage längst beantwortet haben? Kurstermine, Preise, Kursinhalt – steht alles auf der Seite. Trotzdem wird genau danach gefragt. Meist noch mit dem Hinweis: „Ich bin da gerade auf Ihrer Seite…“ Woran liegt das? Sind manche Menschen nicht mehr in der Lage, die Struktur einer Seite zu überblicken? Können sie nicht so viel Text lesen und mental verarbeiten? Oder sind sie einfach zu bequem dazu? Andererseits sagen uns viele unserer Teilnehmer, dass sie die Homepage sehr gut und informativ finden. Irgendwie passt das nicht zusammen.

Vor ein paar Jahren habe ich auf spiegel.de über einen Test gelesen, der Erkenntisse zum Textverständnis ganz normaler Bundesbürger liefern sollte. Die Probanden mussten einen kleinen Text lesen, in dem es um Kita-Öffnungszeiten und Organisatorisches ging, und danach Fragen zum Inhalt beantworten. Die Ergebnisse waren erschreckend.

So, jetzt bin ich schon wieder vom Thema abgekommen. Jetzt beende ich den Beitrag besser mal. Da wartet ja noch der Berg an Büroarbeit…

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